Herausforderung
Die bestehende Mobile-Device-Management-Strategie der Stadt Luzern basierte auf einer Lösung aus dem Jahr 2016 und war auf die damaligen Anforderungen gut abgestimmt.
Mit der zunehmenden Digitalisierung und neuen Arbeitsmodellen ergaben sich jedoch neue Anforderungen:
- Mitarbeitende griffen vermehrt auch über private Geräte (BYOD) auf Unternehmensdaten zu
- Sicherheitsvorgaben waren vorhanden, jedoch nicht durchgängig einheitlich umgesetzt
- Die bestehende MDM-Lösung war primär auf klassische On-Premises-Szenarien ausgerichtet und deckte moderne Cloud- und Mobile-Anforderungen nur teilweise ab
Dadurch entstand der Bedarf, die bestehende Lösung gezielt weiterzuentwickeln und an aktuelle Arbeits- und Sicherheitsanforderungen anzupassen.
Parallel dazu entstanden neue Anforderungen aus den Fachbereichen:
- Bedarf an vollständig verwalteten Geräten für Mitarbeitende ohne Büroarbeitsplatz
- Wunsch nach einfacher, sicherer und flexibler Nutzung mobiler Anwendungen
Ziel war es, eine auf On-Premises ausgerichtete Landschaft in eine zukunftsfähige, ganzheitliche Enterprise-Mobility-Strategie zu überführen.
Lösung
Nach einer strukturierten Evaluierung entschied sich die Stadt Luzern für Microsoft Intune als zentrale Plattform für das Management aller mobilen Endgeräte.
Dabei wurde bewusst ein differenzierter Ansatz gewählt:
Trennung von privaten und geschäftlichen Geräten
- BYOD (Private Geräte):
Absicherung über Mobile Application Management (MAM)
→ Schutz der Unternehmensdaten ohne Eingriff in die Privatsphäre
- Firmengeräte (COBO):
Vollständig verwaltete Samsung-Geräte
→ Klare Kontrolle über Sicherheit, Konfiguration und Nutzung
Sicherer Zugriff auf Anwendungen und Daten
- Zugriff auf Cloud-Dienste über Microsoft 365
- Zugriff auf interne Systeme über:
- Microsoft Tunnel (VPN) für firmeneigene Geräte
- Entra Application Proxy für BYOD-Szenarien
→ Je nach Nutzungsszenario wurde der Zugriff gezielt abgesichert ohne unnötige Komplexität für die Nutzer.
Automatisiertes Geräte- und Update-Management
- Automatisiertes Enrollment über Samsung Knox
- Zentrale Steuerung von Updates über Samsung E-FOTA
- Einheitliche Richtlinien für Sicherheit und Konfiguration
→ Geräte konnten schnell bereitgestellt und zuverlässig betrieben werden.
Integration in die moderne Arbeitsumgebung
- Nutzung von Exchange Online für Kommunikation
- Integration von Microsoft Teams für standortunabhängige Zusammenarbeit
→ Mobile Arbeit wurde nahtlos in den digitalen Arbeitsplatz integriert.
Resultat: Eine zukunftsfähige Mobile-Strategie für Verwaltung und Betrieb
Innerhalb von rund fünf Monaten wurden etwa 800 Geräte erfolgreich in die neue Umgebung überführt.
Die neue Lösung schafft klare Vorteile:
Für die IT
- Reduzierte Aufwände durch Automatisierung im Betrieb
- Klare Trennung und Steuerung von BYOD- und Firmengeräten
- Einheitliche Sicherheitsstandards über alle Szenarien hinweg
Für die Organisation
- Sicherer Zugriff auf Daten, unabhängig von Gerät und Standort
- Unterstützung moderner Arbeitsformen und Cloud-Nutzung
- Bessere Grundlage für zukünftige Digitalisierungsprojekte
Für die Mitarbeitenden
- Einfache und zuverlässige Nutzung mobiler Anwendungen
- Klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Daten
- Spürbare Verbesserung im Arbeitsalltag